Streckenabschnitt 3 | Berndorf - Mattsee
 


Pfarrkirche
von Berndorf

Berndorf

Das Gemeindegebiet von Berndorf liegt am Fuße des Haunsberges. Die bäuerliche Kulturlandschaft wird geprägt durch kleine Ortschaften (Weiler) und einzelstehende Gehöfte.

Erste Siedlungsspuren gehen auf die Bronze- und Eisenzeit zurück. Berndorf wird 789 erstmals urkundlich erwähnt und leitet sich dem Namen nach von einem Bajuwaren namens "Pero" (der Bärenstarke) ab.

Um 1440 entstand die heutige, spätgotische Pfarrkirche, die um 1700 eine vielbesuchte Wallfahrtskirche war. 1779 inspizierte Joseph II. das erzbischöfliche Salzburger Grenzland zum gerade erst, durch den Frieden von Teschen für Österreich gewonnene Innviertel.

Auf dieser "Reyse" gelangte
er am 28. Oktober 1779 nach Berndorf. Franz Xaver Gruber, der Schöpfer der Melodie des weltberühmten Weihnachtsliedes "Stille Nacht, Heilige Nacht" war von 1829 - 1835 in Berndorf als Lehrer, Mesner und Organist tätig. Heute ist Berndorf eine moderne Gemeinde, die Natur und Kultur auf ideale Weise vereint.



Hausberg vom
Buchberg
Haunsberg/Berndorf, Obertrum, Nußdorf

Der Höhenrücken des Haunsberges bildet die naturräumliche Barriere zwischen dem Salzburger Dreiseenland und dem Oichten- und Salzachtal. Er erstreckt sich bei einer Höhe von 835 m über 12 km Länge und 4 km Breite.

Der Flyschrücken wird aus Mergeln, Sand- und Tonsteinen der Oberkreide und des Alttertiärs (100-40 Millionen Jahre) aufgebaut. Vor 20.000 Jahren überragte der Haunsberg die Eisoberfläche des Salzachvorland-gletschers.

Am 28. Oktober 1779 stand Kaiser Joseph II. hier. Zur Erinnerung wurde später auf dem "Kaiserplatz" eine Buche gepflanzt. Der 225 Jahre alte Baum wurde bei einem Gewittersturm am 12. August 2004 umgerissen. Genießen Sie hier den Panoramablick auf die Alpen und das Vorland.



Wildkar-
wasserfall



Teufelsgraben/Seeham

Das Öko-Kulturprojekt Teufelsgraben "Nachhaltiges Gestalten im ländlichen Raum" wurde 2002 der Öffentlichkeit präsentiert. Das harmonische Zusammenspiel zwischen Natur, Kultur und Wirtschaftlichkeit steht dabei im Mittelpunkt.

Den Besuchern des Teufelsgrabens offenbart sich eine mystische, mythologische Erlebniswelt, in der man mit allen Sinnen erleben, genießen und sich erholen kann.

Im Rahmen vieler Aktivitäten (Instandsetzung der Röhrmoosmühle, Rekonstruktion der historischen Kugelmühle usw.) wurde auch ein Natur-Erlebnisweg angelegt, der über das Gestein, die Flora und die Fauna der Region erzählt. Die Wanderung führt am Wildkarwasserfall vorbei, wo der Teufelsgrabenbach über zwei Felsstufen hinunterstürzt.

Der Sage nach geht der Name Teufelsgraben darauf zurück, dass ein junges, hübsches Mädchen hier einstmals dem Teufel begegnete und von diesem verschleppt wurde.



Seespitz
Ober trum

Seespitz / Obertrum

Beim Anlegesteg der "Seenland" mündet der Mattigbach, der einzig größere Zufluss der Seen des Salzburger Dreiseenlandes, in den Obertrumer See. Der Bach entspringt 6 km südlich im Ursprunger Moor.

Östlich der Mündung schließt ein kleines Naturschutzgebiet an, das aufgrund des dichten Schilfbestandes und der sauren Wiesen ein Reservat für unzählige Wasservögel wie Haubentaucher, Stockenten oder Bläßhühner darstellt.