Streckenabschnitt 6 | Franking - Tittmoning
 


Bajuwarische
Gründungen


Franking

Die Gemeinde Franking liegt im Herzen der idyllischen Oberinnviertler Seenplatte. Die Gründung des Ortes dürfte auf die bajuwarische Besiedlung im 8. Jahrhundert, im Besonderen aber auf einen Bajuwaren namens "Franko" (der Schiffmann) zurückgehen.

Die Pfarrkirche zur hl. Maria Magdalena wird 1324 erstmals urkundlich erwähnt. Die zur Gemeinde Franking gehörende Ortschaft Holzöster ist das touristische Zentrum am Holzöstersee, mit einem herrlichen Strandbad, einem sehenswerten Abenteuerspielplatz und einer ausgezeichneten Gastronomie.



Holzöstersee


Höllerer-See
Holzöstersee und Höllerer See/Franking

Die Oberinnviertler Seenlandschaft geht auf die Eiszeit und den Salzburger See zurück. Vor 20.000 Jahren befand sich hier das große Gletschertor des Salzachvorlandgletschers.

Am Ende der Eiszeit entstand eine Sumpflandschaft, die der große Salzburger See, der sich zwischen Golling im Süden und Tittmoning im Norden ausbreitete, überdeckte. Als dieser wenige Jahrtausende später ausgelaufen war, blieben Restseen, wie der Ibmer- oder Heratinger-See, Holzöstersee und Höllerer-See zurück.

Der 90.000 m2 große Holzöstersee ist 4,7 m tief. Dieser Umstand lässt die sommerlichen Badetemperaturen auf über 20° C ansteigen. Der doppelt so große Höllerer-See weist eine Wassertiefe von 20 m auf. Die windgeschützte Lage macht ihn zu einem beliebten Badesee. Beide Seen verfügen über hervorragende Wasserqualität. Sie gelten als Anglerparadies mit einem umfangreichen Bestand an Waller, Zander, Hecht, Aal, Karpfen und Schleie.



Eisengöringer
"Esker"

Eisengöringer "Esker"/Franking

Der Höhenrücken östlich von Franking wird als "Esker" (grönländisch) bezeichnet. Er geht auf die Eiszeit und den Salzachvorlandgletscher zurück. Die Wasserläufe an der Gletscherbasis flossen durch große "Tunnelröhren".

In Jahrtausenden wurden in diesen Röhren mächtige Bachbette aufgeschottert, die nach dem Abschmelzen des Eises als langgezogene Rücken ausschmolzen. Der Eisengöringer "Esker" besteht hauptsächlich aus Flussschottern.



Ostermiething



Salzachterrassen/Ostermiething

Die Marktgemeinde Ostermiething
(423 m) liegt auf der höheren Salzachterrasse, die mit einer deutlichen Geländestufe zur niederen Salzachterrasse und der Salzachau, abbricht. Die Terrassensysteme sind beiderseits des Flusses zu finden. Die höhere Terrassenebene geht auf die letzte Zwischeneiszeit (Warmzeit), das tiefere Niveau auf das Ende der letzten Eiszeit zurück.

Nachdem die Alpenflüsse während der Kaltphasen große Schottermengen ablagerten, wurden diese in den Warmzeiten wieder langsam entfernt.



Knabenkraut
Ettenau/Ostermiething

Zwischen den Gemeinden Ostermiething und St. Radegund erstreckt sich auf einer Länge von 40 km entlang der Salzach das Europaschutzgebiet Natura 2000-Ettenau.

Auf 500.000 m2 Fläche ergeben sich Lebensräume für verschiedenste Tier- und Pflanzenarten, deren Vorkommen primär an naturnahe Auwälder gebunden ist. Neben der Hartholz- und Erlen-Eschen-Au findet man extensiv genutzte Streuwiesen mit Orchideenarten, wie dem breitblättrigen Knabenkraut und dem Helmknabenkraut.

Die Ettenauer Auwälder gehören zu den vielfältigsten Lebensräumen Mitteleuropas mit 190 Vogelarten und Säugetieren wie Biber und Fischotter.