Streckenabschnitt 6 | Tittmoning - Waging am See
 


Stadtplatz


Burg

Tittmoning

"Titamanninga" wird erstmals im ältesten Salzburger Güterverzeichnis (Notitia Arnonis) um 778 / 790 genannt. Der bayerische Herzog Theodebert vermachte der Benediktinerinnen-Abtei der heiligen Erentrudis am Nonnberg in Salzburg zahlreiche Güter um Tittmoning.

Im Jahr 1234 ertauschte der Salzburger Erzbischof den Burgberg von Tittmoning von den Benediktinerinnen. Er lies den Ort befestigen, erhob ihn zur Stadt und gewährte Handelsprivilegien.
Tittmoning lebte vom Handel mit dem bäuerlichen Umland.

Anfang des 17. Jahrhunderts wurde die Burg zu einem Jagdschloss umgebaut, das als Sommerresidenz den Salzburger Erzbischöfen diente. 1816 kam Tittmoning von Salzburg zu Bayern. Heute repräsentiert Tittmoning mit seinen dichtstehenden Barock-, Rokoko- und Biedermeierhäusern die klassische Inn-Salzach-Stadt.

In der Burg ist heute das Heimathaus des Rupertiwinkels untergebracht. Der Burghof wird jeden Sommer zum Schauplatz von Freilichtaufführungen.



Tittmoning mit
Salzachau
Auenlandschaft/Tittmoning

Die historische "Inn-Salzach-Stadt" Tittmoning liegt auf der Niederterrasse der Salzach. Hier findet man eine Auenlandschaft, die bereits in historischer Zeit durch den Menschen überprägt wurde.

Der Auenlehrpfad informiert auf einer Rundwanderung über die Entstehung und Entwicklung, die Fauna und Flora sowie die aktuellen Maßnahmen zur Erhaltung und Revitalisierung der Au.
Die Au überblickt man am Besten bei einer Plättenfahrt auf der Salzach. Plätten sind mittelalterliche Kähne, auf denen das Salz vom Dürrnberg bei Hallein nach Burghausen transportiert wurde.


Der Salzach-
gletscher vor
20.000 J. -
Weinhardt, 1973



Kirche Lanzing

Moränenlandschaft/Tittmoning,
Fridolfing, Taching und Tengling,
Kirchanschöring


Das Gebiet Tittmoning-Fridolfing-Kirchanschöring wurde durch den Salzachvorlandgletscher geprägt. Die "drumlinisierte Grundmoränenlandschaft mit Endmoränenrücken" ist allgegenwärtig. Bei der Gletscherausbreitung vor 22-20.000 Jahren wurde an der Basis des Eises Geschiebemergel abgelagert.

Er überdeckt in unterschiedlicher Mächtigkeit die gesamte Landschaft. Im Anschluss an die Gletscherstirn wurden die Endmoränen gebildet. Diese Wallrücken markieren exakt die ehemalige Ausdehnung des Salzachgletschers.

Besonders typisch findet man diese zwischen Lanzing und Tengling. Das kleine Tälchen westlich davon, das Ollerdinger Eisrandtal, beherbergte ein Gerinne, das die Gletscherstirn umfloss.

Die Rücken östlich des Waginger- und Tachinger-Sees bezeichnet man dagegen als "Drumlins". Sie gehören zur Grundmoränenlandschaft und wurden in Hohlräumen an der Gletscherbasis, in Strömungsrichtung des Eises (Südost-Nordwest), abgelagert. Die Drumlins zwischen Kirchanschöring und Tettenhausen erreichen Längen von 2 km und Höhen bis 50 m.